• Filmfest München 2016

    FRITZ GERLICH FILMPREIS

  • DER FILMPREIS IM SINNE VON FRITZ GERLICH

    Der Fritz-Gerlich-Preis zeichnet ein Werk des zeitgenössischen Spiel- und Dokumentarfilms aus und wird im Rahmen des Filmfest Münchens verliehen.

     

    Inhaltlich greift das jeweils ausgezeichnete Werk in couragierter Weise ein Thema auf, das publizistischen Niederschlag erfahren hat. Dabei gilt es dem Bemühen Fritz Gerlichs gerecht zu werden, Diktatur und Intoleranz Einhalt zu gebieten, sich für die Menschenwürde entschlossen und unbeirrbar einzusetzen und damit gegen alle Formen des totalitären Machtmissbrauchs, der Verfolgung und der Erniedrigung zu wenden.

     

    Der von der TELLUX-Beteiligungsgesellschaft mbH in München gestiftete Preis ist mit 10.000 € dotiert und erinnert an den Münchener Publizisten Fritz Gerlich, geboren am
    15. Februar 1883, ermordet am 30. Juni 1934 im KZ Dachau.

     

    Er hat als katholischer Christ aus Gewissensgründen schon früh mit beispielhaftem Mut die menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten angeprangert und wurde nach deren Machtergreifung als einer der ersten Angehörigen des intellektuell und religiös geprägten Widerstands im KZ Dachau ermordet.

     

    Er war Herausgeber der Zeitschrift "Der gerade Weg".

  • PREISTRÄGER 2016

    "Fannys Reise"

    Regie: Lola Doillon

    Drama. Frankreich/Belgien 2016

    Aus der Begründung der Jury:
    „Fannys Reise“ ist ein bewegendes historisches Drama, das emotional und spannend die Fluchtgeschichte einer Gruppe von jüdischen französischen Kindern im Jahr 1943 erzählt.

    Wenn die 13-jährige Fanny erzwungenermaßen die ganze Last der Verantwortung übernehmen muss, entwickelt der Film seine große emotionale Kraft und macht die Bedrohung nahezu physisch spürbar. Fanny übernimmt die Verantwortung für andere zu einem Zeitpunkt, an dem sie noch viel zu jung für eine so große Aufgabe ist; stetig und rasch aber wächst sie über sich hinaus – bis sie ihr eigenes Leben aufs Spiel  setzt, um das noch im Niemandsland zurückgebliebene kleinste Kind der Gruppe zu retten.

    Glaubwürdig und empathisch spricht der Film damit zentrale Werte an: Mut, Solidarität, Überlebenswille, Über-sich-Hinauswachsen, den Einsatz für andere – Werte, die auch für die Kriterien des Fritz-Gerlich-Preises relevant sind.

     

    In den letzten Jahren sind folgende Filme und Filmemacher mit dem Fritz-Gerlich-Filmpreis ausgezeichnet worden:

    2015: "Den Menschen so fern"

    Regie: David Oelhoffen
    mit Viggo Mortensen und Reda Kateb

    Daru erhält 1954 in Algerien den Auftrag, den Mörder Mohamed in die nächste große Stadt zu bringen, wo dem Kriminellen der Prozess gemacht werden soll. Nach der Kurzgeschichte „Der Gast“ von Albert Camus erzählt LOIN DES HOMMES die abenteuerliche Reise zweier Männer durch die Wüste.

     

    Aus der Begründung der Jury:
    Der Film setzt ganz stark auf die visuelle Ausdruckskraft der Bilder, die grandios eingefangenen Landschaftspanoramen und die „sprechenden“ Gesichter der eindrucksvoll agierenden Darsteller Viggo Mortensen und Reda Kateb. Sparsame, aber inhaltlich präzise Dialoge verdichten die Situationen, in die die Figuren hineingeworfen und mit grundlegenden ethischen Fragen konfrontiert werden. Der Zuschauer ist aufgefordert, die Fragen auch auf aktuelle Konflikte zu beziehen. Das gelingt umso besser dank der gänzlich undidaktischen, klugen Inszenierung Oelhoffens, die DEN MENSCHEN SO FERN zu einem zeitlos modernen Film macht.

     

    2014: "A Thousand Times Goodnight"

    Regie: Erik Poppe

    Begründung der Jury:
    Die Jury verweist in ihrer Begründung auf den "Irrsinn" der Kriegsberichterstattung, der die Grenze zwischen moralisch-ethisch vertretbarer Dokumentation und Effekthascherei durch immer reißerischere Bilder nicht mehr kennt. Das von Erik Poppe inszenierte Drama Tausendmal gute Nacht überzeugte die Jury, weil es das Engagement für mehr Menschlichkeit mit  publizistischen Mitteln und gleichzeitig das Dilemma beleuchtet, in das ein jeder gerät, der sich dem Kampf gegen das Unrecht verschreibt.

     

    2013: "Das Mädchen Wadja"

    Regie: Haifaa Al Mansour

     

    Begründung der Jury:
    Die Jury lobt in Ihrer Begründung das Plädoyer des Films für eine sanfte Rebellion als wirkungsvoll und motivierend, sich als Zuschauer ein eigenes Urteil zu bilden. Der Film entfalte ein facettenreiches Bild vom Leben der Frauen in Saudi-Arabien, deren Möglichkeiten, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen und beruflich tätig zu sein, stark eingeschränkt sind, frei von Klischees. Die Hauptfigur Wadjda stehe für einen Weg, der nicht den Konflikt, sondern den Ausgleich sucht, nach Möglichkeiten, Freiheitsstreben und Traditionsverbundenheit zu vereinbaren. "Das Mädchen Wadjda“ sei nicht nur ein Plädoyer für Mut und Toleranz, sondern auch erfüllt vom Glauben der Regisseurin an das Kino und an seine Notwendigkeit: die eigene Welt im Spiegel eines Films zu sehen.
     

     

    2012: "Revision"

    Regie: Philipp Scheffner

     

    Begründung der Jury:
    Der Dokumentarfilm "Revision“ beweise, dass filmische Interventionen Sinn machen, indem er in Zeugenaussagen und Interviews mit den Familien der Opfer den 20 Jahre zurückliegenden Tötungsfall aufrollt, bei dem zwei rumänische Immigranten der Sinti und Roma im deutsch-polnischen Grenzgebiet erschossen wurden. Regisseur Philipp Scheffner gebe allen Betroffenen, Zeugen und Sachkundigen die Möglichkeit, ihre Aussagen anzuhören und diese zu überdenken. So unterwerfe er nicht nur den Fall selbst einer filmischen Revision, sondern auch das Medium Dokumentarfilm: Sein hoch reflektierter Umgang mit Bildern, Tönen und Zeugnissen gewinne an beklemmender Dichte und kreiert kunstvoll ein Mosaik aus Landschaften, Erinnerungen, Akten und „deutschen Zuständen“, die bis in unsere aktuelle Situation hinein virulent erscheinen.

     

     

  • TRANSMEDIA PREIS

    Gewinner zum Thema 2016: INTEGRATION

    Im Rahmen der Preisverleihung des Fritz Gerlich Filmpreis wird auch der Transmedia-Preis von TELLUX next und der Katholische Journalistenschule ifp verliehen, für den folgende Projekte ausgezeichnet wurden:

     

    1.  Platz: „Follow the Child” von Marcus Pfeil / Carolyn Braun , Film / TV, Bewegtbild - Online, Text - Online, Live
    2.  Platz: „Naunynstraße 65“ von Daniel Huhn, Bewegtbild - Online, Text - Online, App - mobil, Virtuelle Ausstellung
    3.  Platz: „Du Deutscher“ von Caroline Schaper, Bewegtbild - Online, Social Media Kommunikation

    Caroline Schaper, Philipp Schall, Carolyn Braun, Daniel Huhn (v.l.n.r.) (Foto: David Friedmann).

    2014 fand im Geiste des Journalisten Fritz Michael Gerlich (1883-1934) erstmalig ein medienübergreifender Ideen-Wettbewerb statt.
    Es sollen Ideen für cross- oder transmedialen bzw. interaktive oder immersive Formate gesellschaftlich relevanter Themen ausgezeichnet werden. Die Teilnahme steht allen Interessierten offen. Die Gewinner werden im Rahmen der Verleihung des Fritz-Gerlich-Preises ausgezeichnet.

     

    Der erste Platz ist mit einer Fördersumme von 1.500 Euro prämiert, der zweite Platz mit 1.000 Euro und der dritte mit 500 Euro.

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  • Preisträger 2016

    Video-Beitrag des St. Michaelsbund über den Preisträgerfilm 2016 "Fannys Reise" inkl. Interview der Laudatorin Veronica Ferres.

    VERLEIHUNG 2015

    Eindrücke von der Preisverleihung am 1. Juli 2015 in der Allerheiligen-Hofkirche München

    PREISTRÄGER 2015

    Video-Beitrag des St. Michaelsbund über den Preisträgerfilm 2015 "Den Menschen so fern" von David Oelhoven

    PREISTRÄGER 2014

    Die Auszeichnung ging 2014 an die Produktion "Tausendmal gute Nacht" von Eric Poppe

  • PREISSTIFTER & PARTNER

    Wir danken unseren Preisstiftern & Partnern, die den Fritz-Gerlich-Filmpreis ermöglicht haben:

    TELLUX-GRUPPE

    Tellux Beteiligungsgesellschaft mbH

    Erzbistum München und Freising

    Filmfest München

    Internationale Münchner Filmwochen GmbH

    GWFF

    Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film und Fernsehrechten mbH

    Haller & Kocherhans

    marketing & public relations

    Die Katholische Journalistenschule (ifp)

    Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V.

    Sankt Michaelsbund e.V.

    Das katholische Medienhaus

    Pax-Bank eG

    Seit 1917 Bank für Kirche und Caritas

    Bank im Bistum Essen eG

    Fair Banking

    Bank für Kirche und Caritas e.G.

    Die Bank von Mensch zu Mensch

    Diözese Rottenburg-Stuttgart

    Erzbistum Hamburg

    Erzbistum Köln

    SONOTON Production Music

    Sonoton Music GmbH & Co. KG

    Neumarkter Lammsbräu

    Verantwortung leben. Genuss schaffen.

    BEEFEATER

    London Dry Gin

    Rotkäppchen Sektkellerei

    seit 1856

    Ludwig Kameraverleih GmbH

    Cine Chromatix KG

    Color Grading & VFX

    Cine Impuls Berlin

    Film und Video GmbH & Co KG

  • KONTAKT

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